Urban Gardening – Gärtnern in der Stadt

Urban Gardening - Gärtnern in der Stadt - Radieschen„Urban Gardening“ – muss es denn ein englischer Ausdruck sein? Warum nicht „Städtisches Gärtnern in Osnabrück“ oder „Urbaner Gartenbau“ statt „Gardening“? Das haben wir uns bei der Gründung von TomatOS auch gefragt und uns am Ende doch für den englischsprachigen Ausdruck entschieden.

Denn Urban Gardening steht als loser Sammelbegriff für weltweite Bewegungen und Projekte, die auf freistehenden Grundstücken und Brachflächen der Städte Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten errichten und dabei neue Formen der Kooperation und Modelle für eine nachhaltige lokale Nahrungsmittelproduktion erproben. Die Initiatoren verstehen diese Gärten nicht als „Gegenbewegung“ zur Stadt im Sinne einer Flucht in ein idealisierte „Natur“ oder „Landleben“, sondern als Teile des urbanen Lebens und der städtischen Kultur.

Urban Gardening - Gärtnern in der StadtVielerorts sind die Gärten Treffpunkte, an denen sich unterschiedliche soziale Milieus und Kulturen (im Sinne eines interkulturellen Gartens) begegnen, wo auch gemeinsam geerntet, gekocht und gefeiert wird und wo Künstler und Kulturschaffende Gestaltungsräume finden. Und urbane Gärten als Lernstandorte ermöglichen es Kindern, das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen mit den Sinnen zu erfahren und zu erleben.

Das bekannteste Projekt in Deutschland ist der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg. Inspiriert von den neuen urbanen Gärten, die nach dem Einstellen der sowjetischen Wirtschaftshilfe auf Kuba entstanden sind, wurde er von Marco Clausen und Robert Shaw auf einer Brachfläche in einem Wohnumfeld mit sozialen Problemen und wenig Grün gegründet.

Einen Überblick zu Urban Gardening findet ihr hier.

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